
Geburtstrauma verarbeiten
Therapie in Ulm & online
Die Geburt liegt hinter dir.
Und trotzdem ist in dir etwas nicht zur Ruhe gekommen.
Vielleicht kommen beim Stillen oder abends Bilder von der Geburt hoch. Vielleicht fühlst du dich schuldig, weil du die Zeit mit deinem Baby nicht so genießen kannst, wie du es dir gewünscht hast. Und vielleicht sagst du dir, dass du doch eigentlich dankbar sein solltest.
Das ist kein Zeichen von Schwäche. Und es lässt sich verarbeiten.
Was ist ein Geburtstrauma?
Von einem Geburtstrauma spricht man, wenn eine Geburt als so bedrohlich oder überwältigend erlebt wurde, dass dein Nervensystem sie nicht verarbeiten konnte. Entscheidend ist nicht,
wie die Geburt medizinisch verlief, sondern wie du sie erlebt hast.
Auslöser können zum Beispiel ein Notkaiserschnitt, starke Schmerzen, Kontrollverlust, Angst um dein Leben oder das deines Kindes oder das Gefühl sein, allein gelassen worden zu sein.

Wann ist diese Begleitung sinnvoll?
Vielleicht erkennst du dich in einem dieser Punkte wieder:
01
Bilder, Geräusche oder Gefühle von der Geburt drängen sich immer wieder auf, zum Beispiel beim Stillen oder abends
02
Du schläfst schlecht oder hast Albträume, auch wenn dein Baby schläft
03
Du fühlst dich schuldig, weil du die Zeit mit deinem Baby nicht so genießen kannst, wie du es dir gewünscht hast
04
Du meidest alles, was dich an die Geburt erinnert: das Krankenhaus, Fotos, Gespräche
05
Du bist ständig angespannt, schreckhaft oder fühlst dich innerlich wie abgeschnitten
06
Der Gedanke an eine weitere Schwangerschaft macht dir Angst
→ Diese Reaktionen haben einen Grund. Und sie lassen sich verändern.
Mein Ansatz
Geburtstrauma verarbeiten mit EMDR
Es geht nicht darum, die Geburt immer wieder zu erzählen. Es geht darum, dass dein Nervensystem das Erlebte verarbeiten kann.
Am Anfang lerne ich dich und deine Geschichte in Ruhe kennen. Gemeinsam erstellen wir eine Landkarte deiner wichtigsten Lebensereignisse. So bekomme ich ein Gefühl dafür, was bei der Geburt passiert ist und was dich sonst noch prägt oder trägt.
Danach bauen wir innere Stabilität auf, zum Beispiel mit einem sicheren inneren Ort und der Tresorübung, mit der du Belastendes vorübergehend gut verstauen kannst. Erst wenn du dich stabil genug fühlst, arbeiten wir mit EMDR an der Erinnerung an die Geburt. Wie lange diese Vorbereitung dauert, ist individuell. Wir gehen in deinem Tempo.
EMDR ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Verarbeitung belastender Erfahrungen. Die Erinnerung wird dabei gezielt aufgerufen, während du zum Beispiel meinen Fingerbewegungen mit den Augen folgst. So kann dein Gehirn das Erlebte neu einordnen.
Oft hängen an der Geburt weitere Themen: Schuldgefühle, der Anspruch, eine „gute Mutter“ zu sein, Veränderungen in der Partnerschaft. Auch dafür ist Platz.

Was diese Arbeit bringt
01
Du verstehst, warum dich die Geburt noch immer so beschäftigt
02
Die Erinnerung kann sich weniger bedrohlich anfühlen und mehr in die Vergangenheit rücken
03
Du findest wieder mehr Ruhe in deinem Körper und in deinem Alltag
04
Deine Schuldgefühle bekommen Raum und müssen nicht mehr alles bestimmen
05
Du kannst die Zeit mit deinem Kind wieder bewusster erleben
→ Deine Geburt ist ein Teil deiner Geschichte. Doch sie muss nicht bestimmen, wie eure Geschichte weitergeht.